Erklärung
der Dialekt-Wörter.
| Zeile 1 |
rytigampfe, säilirytte,
giiraitsle |
das Verb von "schaukeln"
auf einer Schaukel mit Seilen. |
| 2 |
Mürggu, Muuger,
Aahau |
Brotanschnitt; (könnte auch
noch Bödel, Ahäuiw, Gruuschi heissen) |
| 3 |
schaagge, chrüüche,
chrosle |
Kinder "kriechen" am Boden;
(nicht verwechseln mit "Schnaagg/Schnoog", heisst
Stechmücke in der Ostschweiz) |
| 4 |
Chueche, Waye, Tüne |
"Früchtekuchen" mit
Blätterteig; (Waye wird laut Wörterbuch "Wèèe"
geschrieben, doch kann ja niemand lesen. In Appenzell heisst
dies "Flade") |
| 5 |
Gröibschi, Betzgi,
Bitzgi |
Apfelkerngehäuse; (Wird auch
noch im Linth mit Bütschgi bezeichnet) |
| 6 |
lumpelege, lumpelegis,
fätzligleit |
Kinderspiel; (alle sitzen im Kreis
und jemand geht hinten durch mit einem Nasentuch (Hudu in Bern)
und legt es irgendwo hin. Darauf muss dieser den anderen fangen).
Wird auch noch "de Fuchs goht ume" genannt. "Fetzli"
ist ein Stück von etwas. |
| 7 |
Zibele, Zebele, Böle |
Zwiebel; Auch genannt als die Chnolle
oder Zwible |
| 8 |
Täfeli, Dröpsli,
Zältli |
Bonbon (Süssigkeit); In der
Innerschweiz gibt es allerlei Ausdrücke wie Fyyrstäi
(wir an Hochzeiten verteilt, mit Sprüchen in der Verpackung),
Dröbsli (mit D oder T, und b oder p gesprochen), zückerli |
| 9 |
rätsche, täfele,
täderle |
jemanden verraten |
| 10 |
Schinti, Schendi, Schelfere |
Haut von Früchten |
| 11 |
Bschütti, Gölle,
Güle |
Jauche; Auch in Uri "Gillä"
(übrigens Uri, Unterwalden/Nidwalden schreiben viel mit
ä, ö und ü) |
| 12 |
gluggse, hetzge, hitzge |
Schluckauf; Nomen sind Gluggsi,
Hetzgi, Hitzgi |
| 13 |
gränne, zänne,
briegge |
weinen; in Bern noch vereinzelt
mit gryne / Zentralschweiz: brüele, briegge, brüieu,bääggä,
flännä, gryynä (jedoch gibt es kleine Unterschiede
von der Bedeutung des Wortes) |